Kooperationspartnerschaft Ambulanter Hospizdienst Waldbröl
Neues aus dem Lia NetzWerk Pflege und Gesundheit Oberberg
Diesmal: Kooperationspartnerschaft Ambulanter Hospizdienst Waldbröl
Lebendige Spuren

Im Lia NetzWerk sind wahre Juwelen versammelt. Die Zeiten sind schwierig. Wie wichtig es da ist, sich eine ressourcenorientierte Sichtweise anzueignen oder zu behalten, das war am 15.November, einem Samstag, in einer lichtdurchflutet Ausstellung im Gemeindehaus Waldbröl zu sehen und zu hören.
Wie leichtfertig werden so genannte Minderheiten schnell respektlos der Mißachtung preisgegeben. Hier nicht.
Ich ging in eine Vernissage. Farbenfrohe Bilder, Objekte und eine Themenwelt von der eigenen Hand bis zum Weltall boten sich mir da.
Die Künstlerinnen waren alle mehr oder weniger kognitiv gehandicapt. Ich sah nur glückliche Gesichter. Alle strahlten. Glücklich und strahlend präsentierten sich auch die zum größten Teil ehrenamtlich tätigen Macherinnen, Realisatorinnen und die Kunsttherapeutin Sabine Kraus.
Während einer Führung durch die Ausstellung stellte sie die Verbindung her zwischen Farben, Imagination, Selbstwirksamkeit. und Träumen. Dabei hatte sie immer die individuelle Person im Blick.
Die kraftvolle Idee“ Lebendige Spuren“ kam von Laura X. und kaum ausgesprochen war neben aller anderen Tätigkeit ein langer Prozess in Gang gesetzt. Der begann bei der inhaltlichen Planung, über die Gewinnung einer fürr das Thema sensibilisierten Kunsttherapeutin, Partner*innen- und Mittelgewinnung bis hin zu der sehr gelungenen Präsentation einer wundervollen Arbeit.
Zu sehen, war der schöne Aspekt des Pluralismus: zu sehen, das frau Fähigkeiten hat, weil sie andere Fähigkeiten gerade nicht hat. Mensch kann sich immer drauf verlassen, dass andere Menschen die Fähigkeiten haben, die eigene gerade ergänzen.
Ich war zu einer Vernissage gekommen und verließ schon nach wenigen Stunden eine beendete Ausstellung. Schade! Dieses Projekt darf nicht verloren gehen. Lia wird sich dafür einsetzen, dass es nachhaltig in den Kanon der Möglichkeiten aufgenommen wird, hier in Oberberg leicht und lässig zu leben, auch mit Handikap.
Dann wird es darüber hinaus schon in die Welt wirken